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Journal

5 Vast Years

Am 3. Juni 2020, mitten in der Corona-Pandemie, gründeten wir in Brig unser eigenes Unternehmen. Ein wenig Stielwerkzeug, ein Huki, ein Pickup, ein erstes Trailbau-Projekt am Briger Hausberg – der Belalp – gepaart mit viel Mut und Passion; so fing alles an mit «Vast». Fünf Jahre später sind wir zu einem etablierten Trailbau-Unternehmen herangewachsen; die Motivation ist noch stets dieselbe. Wir brennen für unsere Arbeit und natürlich: fürs Mountainbiken! In diesem Journalartikel möchten wir auf die letzten 5 Jahre zurückblicken und auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Autor: Philipp Bont
Collage 5 Jahre: Emma Holániová

 

Am Anfang steht immer eine Vision

Als passionierte Mountainbiker hat uns unser Sport schon an viele Orte auf der ganzen Welt gebracht, deren Trails uns dabei immer wieder von Neuem inspiriert und zum Reflektieren gebracht haben. Von der A-Line in Whistler, dem Half Nelson in Squamish, der Roller Coaster in Finale Ligure, dem Israel Bike Trail, Trail Centers in Schottland und Tschechien, staubige Trails in Südafrika oder der Whakarewarewa Forest in Rotorua. Trotz all dem Reisen schätzen wir aber auch unser Heimatland, die Schweiz, welche durch eine vielfältige Topographie und gutem ÖV- und Bergbahnnetz ideale Voraussetzungen zum Mountainbiken bietet. Der Mountainbike-Sport ist sehr vielfältig und für uns sind es vor allem die Trails – kombiniert mit verschiedenen Landschaften – , die diese Vielfältigkeit ausmachen. In der Schweizer Trailbau-Branche sahen wir sehr viel Potenzial, sei es die Vielfalt, aber vor allem die Möglichkeit, die Qualität der Trails nach oben zu pushen. Unser Wunsch, mit eigenen Ideen bei uns in der Schweiz etwas bewegen zu können, war gross. Unsere Vision: überwältigende Trail-Erlebnisse kreieren.

Das Set Up steht

Im Juni 2020 haben wir zu dritt in der Belalp mit unserem ersten Projekt dem Häxu-Trail gestartet. Ausser dem Firmennamen, der Firmengründung und dem Handelsregistereintrag war noch nicht viel fixiert. Doch bereits in der ersten Bausaison konnten wir uns viel Gedanken machen, wie wir uns weiterentwickeln wollen und nahmen uns in der ersten Winterpause zahlreichen Themen an. Strategische Fragen, Inventar, Branding, Personal, Marketing, aber auch unsere alltäglicheren Dinge wie der sorgfältigen Auswahl unserer grossen und kleinen Werkzeuge und Maschinen, welche sich ideal zum Trailbauen eignen.

So haben wir im Lauf der Jahre eine spezifische Auswahl an allen Tools und Geräten angeschafft, die das Trailbau Herz höher schlägen lässt und uns das Leben am Berg erleichtern. Angefangen bei Shape Schaufeln und Tools, Vibroplatten, Motorschubkarren, Habegger, Bohrhammer, Rock Cracker, diverse Off Road-taugliche Transportmittel, Wassertank mit Bewässerungssystem bis zum eigenen ersten Bagger mit Steelwrist Rototilt und Gitterlöffel. Gerne sind wir auch auf anderen Ebenen kreativ und designen zusammen mit unseren Mitarbeitern oder der Agentur a+o immer wieder Trailbau-bezogene Sujets.

Wo/Men Power 

Gerade im Trailbau sind unsere Mitarbeiter:innen unsere wichtigste Ressource. Wir sind stolz auf unser Team und investieren viel in die berufliche und persönliche Weiterentwicklung und in einen guten Teamspirit und Zusammenhalt. Regelmässig führen wir kleinere Weiterbildungen und Auffrischungskurse durch; wie z.B.für Trockenmauern, Geologie, Erste Hilfe, Motorsägenhandhabung oder sonstige Spezialwerkzeuge. Die vielen Bike Trips haben uns auch dazu inspiriert, unsere jährliche Tour d’Horizon durchzuführen, um gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden diese Horizont-öffnende Erfahrungen erleben zu können und neue Ideen und Trail Styles zu entdecken und entwickeln oder um einfach nur über Trails zu philosophieren.

Der Trailbau Alltag

Unser Trailbau Alltag ist auch nach 5 Jahren spannend und abwechslungsreich geblieben und wir freuen uns, jeden Tag wieder auf der Baustelle oder im Büro sein zu dürfen. Es gibt viele Momente, die uns mit Freude erfüllen und uns strahlen lassen. Ein spektakulärer Sonnenaufgang am Berg, ein Tag über dem Nebelmeer, ein gelungener Jump, eine perfekt herausgeputzte Steilwandkurve, schön renaturierte Böschungen, eine genehmigte Baueingabe, die täglichen Testrides, um sicher zu stellen, dass auch alles funktioniert, ein Kaffee und ein feiner Z’nüni während der strengen Arbeit oder eine Eröffnung mit vielen strahlenden Gesichtern.

Man neigt aber schnell dazu, unseren Job zu romantisieren. Obwohl wir uns nichts Schöneres vorstellen können, gibt es auch bei uns Tage, wo nicht immer alles rund läuft. Mal verliert man eine wichtige Schraube im Dreck, es gibt heftige Wetterumschwünge oder unerwarteter Schnee, Blech- und Maschinenschäden, der Boden besteht nur aus Steinen statt aus schöner Erde, Kühe die unsere Trails spontan erkunden oder riesige Steine und Felsen, die genau dort auftauchen, wo man eigentlich den Trail bauen sollte.

Ein Blick nach vorne 

Mit derselben Leidenschaft, derselben Sorgfalt und dem festen Willen, noch mehr zu lernen und zu wachsen, starten wir in das nächste Kapitel. Wir wollen Trails bauen, die nicht nur beim Fahrspass und unterhaltstechnisch überzeugen — sondern Natur erlebbar machen und Erlebnisse schaffen, die bleiben. Wir bleiben neugierig, offen und ambitioniert. Wir haben ein starkes Team, das mit Begeisterung Trails designt und unser Handwerk versteht. Und wir freuen uns auf hochwertige neue Trails, neue Projekte und neue Herausforderungen.

Lasst uns gemeinsam weiter rollen — mit dem selben Spirit, mit dem wir vor fünf Jahren losgelegt haben.